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  • Andreas Karisch

Die Methode R.A.L.P.H.

Aktualisiert: 13. Juli

Im Systemischen Coaching gibt es eine große Palette an Voraussetzungen, Techniken und Methoden, um die Coaching-Sitzungen als solche und den Coaching-Prozess innerhalb der Sitzungen und über den ganzen Sitzungszyklus hinweg für den Coachee maximal wirksam zu gestalten.


Die Methode R.A.L.P.H. basiert auf einem kleinen, aber wesentlichen Teil dieser Techniken und Methoden. R.A.L.P.H. ist leicht vermittelbar und dient dazu interessierte Leihen an die Prinzipien des Systemische Coaching heranzuführen. Dabei hat R.A.L.P.H. das Ziel den Ablauf und die Wirksamkeit von hierarchielosen Gruppen, wie z.B. Peergroups und Intervisionsgruppen, zu unterstützen.



R steht für Ratlosigkeit im Sinne von Nichtwissen. Im Coaching steht das Verstehen an erster Stelle. Um bestmöglich verstehen zu können, ist es sehr hilfreich sich nicht als Experte für das Thema des anderen zu verstehen, sondern sich bewusst frei zu machen von eigenen Erfahrungen, Vorwissen, Lösungen o.ä. Das hilft sich besser auf das Gegenüber und dessen Problem einzulassen.


A steht für Anschlussfähig. Die Vorrausetzung für ein wirksames Coaching ist, dass sich das Gegenüber sehr persönlich öffnet. Dafür ist es erforderlich, dass sich die Person wohl fühlt und besonders verstanden, aber auch Vertraulichkeit und Verschwiegenheit spürt. Dafür ist es notwendig dem Coachee auf möglichst vielen Ebenen (Raum, Atmosphäre, sprachlich, inhaltlich, Rollenspiel etc.) soweit zu entsprechen, dass er sich abgeholt und mitgenommen weiß.


L steht für Lernend. Wenn sich alle Beteiligten als nie fertig oder wissend verstehen, sondern immer als Lernende – lernend im Sinne der Weiterbildung, der Eigenentwicklung und des Interesses am Anderen - sorgt das für eine Grundstimmung des Zuhörens, der Neugierde, des Aussprechenlassens und des Verstehenwollens.


P steht für partnerschaftlich. Gerade in einer hierarchielosen Gruppe ist das allgemeine Verständnis über eine Gleichberechtigung aller Beteiligten und einem gleichberechtigten Umgang untereinander und mit allen Themen zentral. Eine wirklich hierarchielose Gruppe ist nicht leicht herzustellen und braucht Zeit und gegenseitigen Respekt.


H steht für Humor. In die ernsthafte Tiefe in der eigenen Öffnung, der gemeinsamen Begegnung und der Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten und der Gruppe zu gehen, ist dem Apnoetauchen nicht unähnlich. Und genau so, wie ein Apnoetaucher zum Tauchen die Leichtigkeit der Wasseroberfläche zum Durchatmen und Treiben lassen braucht, so braucht die Behandlung wirklich relevanter Themen die Leichtigkeit des Humors.


Probieren sie es aus.


Andreas Karisch

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